Bitterstoffe zur Unterstützung der Leber

Bitterstoffe unterstützen die Leberfunktion, indem sie die Produktion von Verdauungssäften und Galle anregen, was die Fettverdauung erleichtert und die Entgiftungsprozesse fördert.

Natürliche Quellen

Bitterstoffe sind gesund. Wenn man sich die Lebensmittel anschaut, in denen natürliche Bitterstoffe enthalten sind, kann man das bestätigen. Gesunde Bitterstoffe sind in verschiedenen Gemüsesorten enthalten, wie Artischocke, Chicorée, Radicchio, Rucola und Endivien. Auch in den Kohlsorten Rosenkohl, Grünkohl, Spinat und Brokkoli, und auch im Mangold gibt es wertvolle Bitterstoffe.

Man findet sie auch in Wildkräutern, wie der Brennnessel, Beifuß, Engelwurz, Enzian, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Löwenzahn, Giersch, in Hülsenfrüchten sowie in den Gewürzen Thymian, Estragon, Kurkuma, Basilikum, Rosmarin, Zimt und in Senfkörnern.

Auch Auberginen, Oliven und Ingwer enthalten viele Bitterstoffe. Selbst in Getränken wie im Grapefruitsaft, grünem Tee, Kaffee und Salbeitee befinden sich Bitterstoffe, sowie in Schokolade mit möglichst hohem Kakaoanteil.

Wirkungsweise der Bitterstoffe

Bitterstoffe fördern eine gesunde Darmtätigkeit und Verdauung, den Speichelfluss und regen den Fettstoffwechsel in der Leber und Galle an. Sie regen die Produktion von Magensaft, Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsensekret an, um die Nahrung in verwertbare Bestandteile aufzuspalten.

Kommt die Zunge in Kontakt mit Bitterstoffen, wird umgehend ein Signal an alle Verdauungsorgane geleitet, mit der Folge, dass Magen, Galle, Leber und die Bauchspeicheldrüse anfangen zu arbeiten und vermehrt Säfte produzieren, die die Verdauung fördern.

Hülsenfrüchte haben zudem den Ruf, das Wachstum von Krebszellen behindern zu können. Zu den Hülsenfrüchten gehören Bohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Lupinen und Erdnüsse.

Bitter wurde uns abgewöhnt

Bitterstoffe wurden weitestgehend aus den heutigen Nahrungsmitteln herausgezüchtet. Hinzu kommt, dass viele ihren Kaffee nicht mehr schwarz trinken, sondern mit Zucker und Milch. Ähnlich ist es bei Schokolade, viele bevorzugen Vollmilchschokolade anstatt der bitteren Variante. Salate wie Chicorée, Endivien und Rucola, die einmal bitter schmeckten, sind heute kaum noch herb. Auch die guten Bitterkräuter landen immer weniger auf unserem Tisch. Lediglich in Bier und Kaffee wird noch ein bitteres Aroma toleriert.

Nur in Wildpflanzen und ursprünglichen Gemüsesorten ist oft noch ein hoher Gehalt an Bitterstoffen vorhanden.

Wir haben Bitterstoffe bitter nötig

Schon in Rezepten von Hippokrates und Hildegard von Bingen wurden heimische Bitterkräuter gegen verschiedene Leiden empfohlen. Bitterstoffe sollten also wieder in unseren Speiseplan aufgenommen werden. Nur durch das Zusammenspiel aller Makro- und Mikronährstoffe gibt es eine ausgewogene Ernährung. Ich bezeichne dies als eine Intelligente Ernährung. Was ich darunter verstehe, ist in der nachfolgenden Präsentation ersichtlich.

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Lebensmittel mit Bitterstoffen sorgen für einen ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt. Sie regulieren nebenbei den Blutzucker, entgiften den Körper und die Leber, und können dadurch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Gicht, Rheuma und Allergien vorbeugend entgegenwirken.

Bitterstoffe zählen nicht zu unseren Favoriten

Auch wenn Bitterstoffe sehr gesund sind, zu unseren Favoriten zählen sie nicht. Viele Menschen bevorzugen süßes, das weiß auch die Nahrungsmittelindustrie. Deshalb enthalten Fertiggerichte viel Zucker. Zucker ist selbst in herzhaften Nahrungsmitteln, die gar nicht süß schmecken. Auch in Babynahrung, im Müsli, im Fruchtjoghurt, in Smoothies usw. befinden sich Unmengen von Zucker. Er dient als billiges Bindemittel und als Geschmacksträger.

Bitterstoffe als Appetithemmer

Da Bitterstoffe die Produktion von Verdauungssäften ankurbeln, wird das Hungergefühl schnell unterdrückt. Dadurch sind wir früher satt, und essen deutlich weniger. Wenn wir häufig Bitterstoffe zu uns nehmen, können wir uns langsam von Zucker entwöhnen, mit der Folge, dass wir seltener zu Süßem greifen. Da Bitterstoffe die Verdauung fördern und Nährstoffe dadurch in Energie umgewandelt werden, setzt sich deutlich weniger Fett an Bauch und Hüfte an. In der Regel sind Lebensmittel mit Bitterstoffen auch kalorienärmer als süße Nahrungsmittel. Kalorien, die wir nicht zu uns nehmen, müssen wir auch nicht wieder abbauen. Wir kennen das, salzige und süße Lebensmittel machen Lust auf mehr, Bitterstoffe dagegen nicht.

Doch Vorsicht: Bitterstoffe sollten nicht bei Magengeschwüren, Zwölffingerdarmgeschwüren, Gallensteinen und einem übersäuerten Magen eingenommen werden, da sie die Magensäurebildung anregen. Dadurch könnten sich die Symptome verschlimmern.

Eine gute Empfehlung nicht nur für eine saisonale Entgiftung, sondern für eine permanente Unterstützung der Leber ist das nachfolgende Präparat. Ich nehme es bereits seit längerer Zeit täglich und ich möchte es nicht mehr missen.